Abgeschlossene Forschungsprojekte

Prädiktive Biomarker zur Voraussage des Auftretens der Graft-versus-Host-Erkrankung

In einer Diagnostikstudie haben wir verschiedene zelluläre Marker und Zytokine aus dem Blut von Patient*innen nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation untersucht.  Die Abnahme des Blutes erfolgte wenige Wochen nach der Transplantation, direkt nach dem sog. Engraftment der Blutstammzellen. Die Werte dieser frühzeitig untersuchten Biomarker wurden dabei mit dem Auftreten einer späteren Graft-versus-Host-Erkrankung  (GvHD) verglichen. Der lösliche IL-2 Rezeptor und das CD4/CD8 Verhältnis am Zeitpunkt des Engraftments zeigten dabei eine Korrelation mit dem späteren Auftreten einer GvHD. Die GvHD-Prädiktion konnte sogar noch spezifischer erfolgen, indem  wir eine Kombination aus den CD4+ T-Helfer Zellen, den CD8+ zytotoxischen T-Zellen, dem CD4+/CD8+ Verhältnis, den CD19+ CD21- B-Vorläufer Zellen und dem löslichen IL-2 Rezeptor als Biomarker-Panel verwendet haben.

Modulation der Apoptose in humanen Leukozyten durch 8-Methoxypsoralen & UVA Behandlung

Die Extrakorporale Photopherese (ECP)  ist eine wichtige zelluläre Therapie zur Behandlung der Graft-versus-Host-Erkrankung. Grundlage der ECP ist die ex vivo-Behandlung der Leukozyten des Patient*innen mit 8-Methoxypsoralen (8-MOP) und UVA-Licht. Die Leukozyten gehen dadurch in Apoptose und induzieren nach Rückgabe in den Patient*innen eine Immuntoleranz. Wir konnten im in vitro-Modell zeigen, dass die Inkubationszeit des 8-MOP einen Einfluss auf die Apoptosekinetik der Leukozyten hat. Außerdem konnten wir unterschiedliche Wirkungen auf die Apoptosekinetiken der einzelnen Leukozytensubpopulationen beobachten.

Dendritisches Polyglycerolsulfat zur Therapie der Graft-versus-Host Disease

Bei der Suche nach neuen Therapieoptionen zur Behandlung der Graft-versus-host Disease (GvHD) sind Substanzen mit anti-inflammatorischen Eigenschafen von großem Interesse. Das Medikament Heparin hat anti-inflammatorische Eigenschaften, jedoch die für die GvHD ungünstige Eigenschaft eines deutlichen anti-koagulierenden Effekts. Dendritisches Polyglycerolsulfat (dPGS) ist ein Heparin-Derivat, welches im Vergleich zum Heparin stärkere anti-inflammatorische und schwächere anti-koagulierende Eigenschaften aufweist. Die Untersuchung von dPGS als Therapeutikum im in vivo-GvHD-Modell zeigte eine statistisch signifikante Linderung der GvHD Symptomatik. Zudem konnten wir eine Verringerung der TNF-α produzierenden T-Zellen feststellen.

Heparin als potentielles Therapeutikum zur Behandlung der Graft-versus-Host Disease

Bei der Suche nach anti-inflammatorischen Substanzen zur Therapie der Graft-versus-Host Disease (GvHD), haben wir unfraktioniertes Heparin (UFH) und niedermolekulares Heparin (LMWH) auf ihre Wirkung im in vivo-GvDH-Modell untersucht. Bei der intravenösen Applikation von UFH zeigte sich eine leichte, jedoch statistisch nicht-signifikante Verbesserung der GvHD-Symptomatik. Bei der Applikation von LMWH zeigte sich kein Effekt auf die Erkrankung.

Kontakt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dr. rer. nat. Holger Budde

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