Häufig gestellte Fragen

Komme ich als Blutspender*in in Frage?

Sie können im Alter zwischen 18 und 65 Jahren Blut spenden. Sollten Sie schon Blutspender*in sein, haben Sie bei uns die Möglichkeit, bis zum 68. Lebensjahr zu spenden.

Sie sollten außerdem mindestens 50 kg wiegen und gesund sein.

Vorübergehend dürfen Sie nicht spenden:

  • bei Erkältungskrankheiten, Infektionen oder Fieber,
  • während einer Krankschreibung,
  • nach ärztlicher oder zahnärztlicher Behandlung,
  • wenn Sie eine akute Allergie (z.B. Heuschnupfen) haben und zum Zeitpunkt der Spende nicht beschwerdefrei sind,
  • unmittelbar infolge von Krankheiten, Verletzungen, Unfällen, Operationen und kleineren medizinischen Eingriffen,
  • nach Tätowierungen, Durchstechen eines Ohres oder Piercing in den letzten 4 Monaten,
  • bei Medikamenteneinnahme (außer der Pille und Schilddrüsenpräparaten),
  • infolge bestimmter Impfungen,
  • nach Aufenthalt in einem Gebiet, in dem bestimmte Infektionskrankheiten vorkommen (z.B. Malaria und West-Nil-Virus)
  • während und sechs Monate nach einer Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Bitte erfragen Sie die jeweiligen Rückstellzeiten, falls einer dieser Gründe auf Sie zutrifft.

Dauerhaft dürfen Sie nicht spenden:

  • bei chronischen Erkrankungen (z.B. schwere Herz- und Gefäßkrankheiten; Diabetes, sofern mit Insulin behandelt),
  • bei Tumorerkrankungen
  • bei Zugehörigkeit zu einer Personengruppe mit hohem Infektionsrisiko (z.B. Personen mit sexuellem Risikoverhalten),
  • wenn Sie drogen- oder medikamentenabhängig sind.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie spenden dürfen, kontaktieren Sie uns bitte.

Wie kann ich mich auf die Blutspende vorbereiten?

  • Vor der Spende sollten Sie mindestens 1,5 Liter über den Tag verteilt getrunken haben. Sollten Sie Ihre Spende auch schon im Voraus planen, achten Sie gerne auch darauf bereits am Tag zuvor ausreichend zu trinken. Wir empfehlen außerdem eine leichte Mahlzeit vor der Spende (keine Milch oder Milchprodukte).
  • Wenn Sie das erste Mal zu uns kommen, bitten wir Sie mindestens eine Stunde vor Ende unserer Spendezeiten bei uns zu sein.
  • Denken Sie bitte daran, Ihren gültigen Personalausweis zur Spende mitzubringen.

Wie häufig darf ich spenden?

Frauen dürfen alle 12 Wochen Vollblut spenden, Männer alle 8 Wochen.

Wenn Sie als Thrombozytenspender*in in Frage kommen, können Sie alle 2 Wochen spenden.

Wieviel Zeit sollte ich einplanen?

Die Blutspende selbst dauert ca. 10 Minuten. Im Vorfeld sollten Sie Zeit einplanen, in der Sie einen Fragebogen ausfüllen und eine ärztliche Untersuchung bzw. ein ärztliches Gespräch erfolgt. Wenn Sie das erste Mal bei uns Blut spenden, dauert der Prozess etwas länger. Je nach Auslastung können Wartezeiten auftreten. Im Anschluss an die Spende sollten Sie sich eine kleine 15-minütige Ruhepause in unserem Imbiss gönnen.

Kleiner Tipp: Die Wartezeiten sind erfahrungsgemäß insbesondere montags und freitags sehr kurz bei uns.

Kann ich nach der Blutspende meinen Alltag wie üblich bestreiten?

Ja, die Spende lässt sich gut in Ihren Alltag integrieren. Fühlen Sie sich nach dem Imbiss nach wie vor wohl, können Sie Ihren gewohnten Tätigkeiten nachkommen. Sie sollten allerdings Ihren Spendearm schonen und am Tag der Spende auf sportliche Aktivitäten verzichten.

Wie lange dauert es, bis der Körper den Blutverlust wieder ausgeglichen hat?

Der Kreislauf reguliert sich schon innerhalb der ersten 20 Minuten nach der Spende. Wie schnell der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen wird, hängt von der Menge ab, die Sie trinken, das dauert in der Regel 24 Stunden. Die festen Blutbestandteile, also die Blutkörperchen und Blutplättchen, werden innerhalb von zwei Wochen nachgebildet.

Hat die Blutspende auch an Feiertagen geöffnet?

Nein, an Feiertagen bleibt die Blutspende geschlossen.

Wann bekomme ich meinen Blutspenderausweis?

Um Ihren Blutspenderausweis zu erstellen, müssen wir zunächst einmal Ihre Blutgruppe kennen. Diese wird nach Ihrer ersten Spende ermittelt. Daher erhalten Sie Ihren Blutspenderausweis wenn Sie das zweite Mal bei uns Blut spenden.

Gibt es eine Aufwandsentschädigung?

Ja. Sie erhalten nach jeder Blutspende eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 23 Euro. Wenn Sie in bestimmten Zeitabständen bei uns erscheinen, erhalten Sie eine erhöhte Aufwandsentschädigung von 30 Euro an unserem Kassenautomaten. Mehr dazu erfahren Sie im Anschluss an Ihre Blutspende.

Was passiert genau mit dem Blut nach der Spende?

Neben den 450 ml Blut, die gespendet werden, werden in einem sogenannten Predonation-Beutel Blutproben für weitere Untersuchungen abgenommen.

Zur Sicherheit wird eine Blutgruppen-Identitätskontrolle durchgeführt, um Verwechslungen auszuschließen. Außerdem wird ein Blutbild bestimmt.

Mittels unterschiedlicher Verfahren wird das Blut auf verschiedene Infektionen untersucht.

Bestimmte Testverfahren werden eingesetzt, um vorhandene Antikörper nachzuweisen, die der Körper als Reaktion auf Infektionen innerhalb einiger Wochen bildet. Zudem werden molekulargenetische Analysen (sogenannte PCR-Tests) durchgeführt, die Viren direkt nachweisen können.

Gesetzlich vorgeschrieben sind Untersuchungen auf folgende Erkrankungen:

  • Hepatitis B, C und E (Gelbsucht)
  • HI-Virus
  • Syphilis (Lues)

Nur wenn alle Laborparameter negativ sind, also kein Hinweis auf eine Erkrankung vorliegt, wird das aus der Vollblutspende hergestellte Blutpräparat an Patient*innen weitergegeben. Dabei wird in der Regel nur die Blutkomponente vergeben, die der*die jeweilige Patient*in gerade braucht.

Das Blut wird mittels Zentrifugation in seine Bestandteile aufgeteilt. So können verschiedene Präparate aus den roten Blutzellen (Erythrozyten), den Blutplättchen (Thrombozyten) und dem Plasma hergestellt werden. Am häufigsten werden die roten Blutzellen benötigt. Die generierten Blutprodukte werden an der UMG zum Beispiel für die schnelle Versorgung bei schweren Unfällen oder Operationen verwendet. Mit Ihrer Spende helfen Sie so mindestens zwei Menschen und können sogar Leben retten.

Darf ich parallel zur Vollblutspende auch Plasma spenden?

Ja, Sie dürfen während der Vollblutspende auch Plasma spenden. Nach einer Vollblutspende ist eine zweiwöchige Pause bis zur Plasmaspende nötig. Nach einer Plasmaspende können Sie nach 2 Tagen wieder Vollblut spenden.

Sind Nebenwirkungen nach einer Blutspende möglich?

In den allermeisten Fällen wird eine Blutspende gut vertragen. Der Gesundheitscheck im Vorfeld zur Blutspende dient auch dem Schutz der Spender*innen, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine kleine Mahlzeit vor der Spende tragen ebenfalls dazu bei, das Risiko für Nebenwirkungen zu minimieren.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Kreislaufprobleme
  • Übelkeit
  • Hämatom (blauer Fleck) an der Einstichstelle
  • Schädigung von Hautnerven

Unmittelbar nach der Spende laden wir Sie dazu ein, noch eine Viertelstunde zu einem Imbiss bei uns zu bleiben. So kann sich unser Team direkt um Sie kümmern, sollten Nebenwirkungen auftreten. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt Nebenwirkungen bemerken. Wir kümmern uns um Sie!

Corona und Blutspenden

Kann ich mich in Zeiten von Corona bei der Blutspende sicher fühlen?

Weitreichende Regelungen der UMG sorgen dafür, dass das Risiko für anwesende Personen so gering wie möglich gehalten wird. Vor Betreten unserer Räumlichkeiten werden Spender*innen zu gewissen Risikokonstellationen rund um das Coronavirus befragt und es wird eine Temperaturmessung durchgeführt. Sollten bestimmte Faktoren dafürsprechen, dass ein erhöhtes Risiko vorliegt, wird eine Blutspende nicht zugelassen.

Außerdem achten wir auf ausreichenden Sicherheitsabstand in unseren Räumlichkeiten. Damit ist das Risiko beim Spenden nicht größer als in anderen Situationen des öffentlichen Lebens.

Verkürzte Wartezeit für Blutspender in der Blutspende im Klinikum, Robert-Koch-Straße 40:

Sie brauchen sich nicht in die Warteschlange der Patient*innen einreihen, sondern können daran vorbeigehen. Es gibt eine Fast-Lane für Blutspender*innen (siehe Beschilderung an den Haupteingängen). Bitte registrieren Sie sich wenn möglich im Vorfeld über das Online Formular. Das Formular sollten Sie ausgedruckt mitbringen oder den QR-Code, den Sie per Mail erhalten, vor Ort vorzeigen können. Damit können Sie etwaige Wartezeiten nochmals verkürzen.

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