Häufig gestellte Fragen

Corona und Blutspenden

Kann ich mich in Zeiten von Corona bei der Blutspende sicher fühlen?

Weitreichende Regelungen der UMG sorgen dafür, dass das Risiko für anwesende Personen so gering wie möglich gehalten wird. Vor Betreten unserer Räumlichkeiten werden Spender*innen zu gewissen Risikokonstellationen rund um das Coronavirus befragt und es wird eine Temperaturmessung durchgeführt. Sollten bestimmte Faktoren dafürsprechen, dass ein erhöhtes Risiko vorliegt, wird eine Blutspende nicht zugelassen.

Außerdem achten wir auf ausreichenden Sicherheitsabstand in unseren Räumlichkeiten. Weiterhin besteht nach wie vor eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken.

Damit ist das Risiko beim Spenden nicht größer als in anderen Situationen des öffentlichen Lebens.

Benötige ich zur Blutspende einen Corona-Test?

Aktuell gilt die 3G-Regelung in der Blutspende. Folglich müssen nicht-geimpfte Personen einen Antigen-Schnelltest, nicht älter als 24 Stunden, oder einen PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden, vorweisen. Wir bitten, entsprechende Nachweise dem Personal der Blutspende vorzuzeigen. Denken Sie bitte zusätzlich an Ihre FFP2-Maske. 

Darf ich nach einer Corona-Impfung Blut spenden?

Ja, sofern Sie sich gut fühlen, dürfen Sie unmittelbar nach der Corona-Impfung Blut spenden. 

Ich bin an Corona erkrankt. Ab wann darf ich wieder Blut spenden?

Nach einer Corona-Infektion sollten Sie vier Wochen symptomfrei sein, bevor Sie wieder Blut spenden. 

Allergien

Ich habe Heuschnupfen, darf ich Blut spenden?

Grundsätzlich dürfen Sie Blut spenden, solange Sie symptomfrei sind.

Medikamenteneinnahme

Ich nehme die Anti-Baby-Pille. Darf ich Blut spenden?

Ja, die Anti-Baby-Pille stellt kein Problem für die Blutspende dar. 

Ich nehme Blutdruckmedikamente. Darf ich Blut spenden?

Ja, grundsätzlich dürfen Sie bei uns Blut spenden.

Bitte beachten Sie, dass es in Abhängigkeit von bestimmten Grunderkrankungen dennoch zum Ausschluss von einer Blutspende kommen kann. Ein etwaiger Ausschluss dient immer Ihrem eigenen Schutz oder dem Schutz der Patient*innen, die eine Blutspende erhalten.

Ich nehme Antidepressiva. Darf ich Blut spenden?

Ja, grundsätzlich dürfen Sie bei uns Blut spenden.

Bitte beachten Sie, dass es in Abhängigkeit von bestimmten Grunderkrankungen dennoch zum Ausschluss von einer Blutspende kommen kann. Ein etwaiger Ausschluss dient immer Ihrem eigenen Schutz oder dem Schutz der Patient*innen, die eine Blutspende erhalten.

Fragen vor der ersten Spende

Komme ich als Blutspender*in in Frage?

Sie können im Alter zwischen 18 und 60 Jahren beginnen, Blut zu spenden. Nach individueller ärztlicher Entscheidung, können auch ältere Menschen als sogenannte Erstspender*innen zugelassen werden. 

Sie sollten mindestens 50 kg wiegen und gesund sein.

Vorübergehend dürfen Sie nicht spenden:

  • bei Erkältungskrankheiten, Infektionen oder Fieber,
  • während einer Krankschreibung,
  • nach ärztlicher oder zahnärztlicher Behandlung,
  • wenn Sie eine akute Allergie (z.B. Heuschnupfen) haben und zum Zeitpunkt der Spende nicht beschwerdefrei sind,
  • unmittelbar infolge von Krankheiten, Verletzungen, Unfällen, Operationen und kleineren medizinischen Eingriffen,
  • nach Tätowierungen, Durchstechen eines Ohres oder Piercing in den letzten 4 Monaten,
  • bei Medikamenteneinnahme (außer der Pille und Schilddrüsenpräparaten),
  • infolge bestimmter Impfungen,
  • nach Aufenthalt in einem Gebiet, in dem bestimmte Infektionskrankheiten vorkommen (z.B. Malaria und West-Nil-Virus)
  • während und sechs Monate nach einer Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Bitte erfragen Sie die jeweiligen Rückstellzeiten, falls einer dieser Gründe auf Sie zutrifft.

Dauerhaft dürfen Sie nicht spenden:

  • bei chronischen Erkrankungen (z.B. schwere Herz- und Gefäßkrankheiten; Diabetes, sofern mit Insulin behandelt),
  • bei Tumorerkrankungen
  • bei Zugehörigkeit zu einer Personengruppe mit hohem Infektionsrisiko (z.B. Personen mit sexuellem Risikoverhalten),
  • wenn Sie drogen- oder medikamentenabhängig sind.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie spenden dürfen, kontaktieren Sie uns bitte.

Wie kann ich mich auf die Blutspende vorbereiten?

  • Vor der Spende sollten Sie mindestens 1,5 Liter über den Tag verteilt getrunken haben. Sollten Sie Ihre Spende schon im Voraus planen, achten Sie gerne auch darauf bereits am Tag zuvor ausreichend zu trinken. Wir empfehlen außerdem eine leichte Mahlzeit vor der Spende (keine Milch oder Milchprodukte).
  • Wenn Sie das erste Mal zu uns kommen, bitten wir Sie mindestens eine Stunde vor Ende unserer Spendezeiten bei uns zu sein.
  • Denken Sie bitte daran, Ihren gültigen Personalausweis zur Spende mitzubringen.

Wieviel Zeit sollte ich einplanen?

Die Blutspende selbst dauert ca. 10 Minuten. Im Vorfeld sollten Sie Zeit einplanen, in der Sie einen Fragebogen ausfüllen und eine ärztliche Untersuchung bzw. ein ärztliches Gespräch erfolgt. Wenn Sie das erste Mal bei uns Blut spenden, dauert der Prozess etwas länger. Je nach Auslastung können Wartezeiten auftreten. Im Anschluss an die Spende sollten Sie sich eine 15-minütige Ruhepause in unserem Imbiss gönnen.

Kleiner Tipp: Die Wartezeiten sind erfahrungsgemäß insbesondere montags und freitags sehr kurz bei uns.

Wann bekomme ich meinen Blutspenderausweis?

Um Ihren Blutspenderausweis zu erstellen, müssen wir zunächst einmal Ihre Blutgruppe kennen. Diese wird nach Ihrer ersten Spende ermittelt. Daher erhalten Sie Ihren Blutspenderausweis wenn Sie das zweite Mal bei uns Blut spenden.

Gibt es eine Aufwandsentschädigung?

Ja. Sie erhalten nach jeder Blutspende eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 23 Euro. Es handelt sich hierbei um eine Wertschätzung dessen, dass Sie Zeit und Aufwand für die Blutspende investiert haben – ähnlich einer ehrenamtlichen Aufwandsentschädigung. Denn Blut ist unbezahlbar - aus diesem Grund ist die Aufwandsentschädigung nicht als „Tauschgeschäft“ zu verstehen. Die Aufwandsentschädigung erhalten Sie nach Ihrer Spende an unserem Kassenautomaten. Mehr dazu erfahren Sie im Anschluss an Ihre Spende.

Sind Nebenwirkungen nach einer Blutspende möglich?

In den allermeisten Fällen wird eine Blutspende gut vertragen. Der Gesundheitscheck im Vorfeld zur Blutspende dient auch dem Schutz der Spender*innen, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine kleine Mahlzeit vor der Spende tragen ebenfalls dazu bei, das Risiko für Nebenwirkungen zu minimieren.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Kreislaufprobleme
  • Übelkeit
  • Hämatom (blauer Fleck) an der Einstichstelle
  • Schädigung von Hautnerven

Unmittelbar nach der Spende laden wir Sie dazu ein, noch eine Viertelstunde zu einem Imbiss bei uns zu bleiben. So kann sich unser Team direkt um Sie kümmern, sollten Nebenwirkungen auftreten. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt Nebenwirkungen bemerken. Wir kümmern uns um Sie!

I do not speak German. Am I able to donate blood?

According to the regulations you have to speak German fluently and have to understand our German donor questionnaire.

Allgemeine Fragen

Wie häufig darf ich spenden?

Frauen dürfen alle 12 Wochen Vollblut spenden, Männer alle 8 Wochen.

Wenn Sie als Thrombozytenspender*in in Frage kommen, können Sie alle 2 Wochen spenden.

Wieso ist es wichtig, regelmäßig Blut zu spenden?

Manche Blutbestandteile (bzw. Blutprodukte) haben eine sehr geringe Haltbarkeit. Thrombozyten (Blutplättchen) sind zum Beispiel nur vier Tage haltbar. Da die Blutspendebereitschaft in den vergangenen Jahren gesunken ist, ist es umso wichtiger, dass Menschen regelmäßig Blut spenden und uns so ermöglichen, die Patientenversorgung zu sichern. 

Außerdem unterliegt die Herstellung bestimmter Blutbestandteile besonderen Vorschriften, die erfordern, dass Menschen in beestimmten Zeitabständen zur Blutspende zurückkehren: Um die Sicherheit für die Patient*innen zu erhöhen, werden Plasmapräparate erst freigegeben, wenn der*die Blutspender*in 4 Monate nach der Spende immer noch negativ hinsichtlich der im Labor untersuchten Infektionsparameter ist. Dafür wird eine Blutprobe benötigt, die bei der nächsten Blutspende abgenommen werden kann.
 

Hat die Blutspende auch an Feiertagen geöffnet?

Nein, an Feiertagen bleibt die Blutspende geschlossen.

Kann ich nach der Blutspende meinen Alltag wie üblich bestreiten?

Ja, die Spende lässt sich gut in Ihren Alltag integrieren. Fühlen Sie sich nach dem Imbiss nach wie vor wohl, können Sie Ihren gewohnten Tätigkeiten nachkommen. Sie sollten allerdings Ihren Spendearm schonen und am Tag der Spende auf sportliche Aktivitäten verzichten.

Wie lange dauert es, bis der Körper den Blutverlust wieder ausgeglichen hat?

Der Kreislauf reguliert sich schon innerhalb der ersten 20 Minuten nach der Spende. Wie schnell der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen wird, hängt von der Menge ab, die Sie trinken, das dauert in der Regel 24 Stunden. Die festen Blutbestandteile, also die Blutkörperchen und Blutplättchen, werden innerhalb von zwei Wochen nachgebildet.

Wie kann ich meinen Eisenhaushalt verbessern?

Vor jeder Blutspende überprüfen wir den Hämoglobin-Wert (Hb-Wert), um sicherzugehen, dass ausreichend Eisenreserven vorhanden sind. Sollten Sie eine Tendenz zu niedrigen Eisenwerten haben, stellen wir Ihnen gerne Eisenpräparate zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie über eisenhaltige Nahrungsmittel Ihren Bedarf decken.

Klicken Sie hier für ein Informationsblatt zum Eisengehalt in Nahrungsmitteln.

Was passiert genau mit dem Blut nach der Spende?

Neben den 450 ml Blut, die gespendet werden, werden in einem sogenannten Predonation-Beutel Blutproben für weitere Untersuchungen abgenommen.

Zur Sicherheit wird eine Blutgruppen-Identitätskontrolle durchgeführt, um Verwechslungen auszuschließen. Außerdem wird ein Blutbild bestimmt.

Mittels unterschiedlicher Verfahren wird das Blut auf verschiedene Infektionen untersucht.

Bestimmte Testverfahren werden eingesetzt, um vorhandene Antikörper nachzuweisen, die der Körper als Reaktion auf Infektionen innerhalb einiger Wochen bildet. Zudem werden molekulargenetische Analysen (sogenannte PCR-Tests) durchgeführt, die Viren direkt nachweisen können.

Gesetzlich vorgeschrieben sind Untersuchungen auf folgende Erkrankungen:

  • Hepatitis B, C und E (Gelbsucht)
  • HI-Virus
  • Syphilis (Lues)

Nur wenn alle Laborparameter negativ sind, also kein Hinweis auf eine Erkrankung vorliegt, wird das aus der Vollblutspende hergestellte Blutpräparat an Patient*innen weitergegeben. Dabei wird in der Regel nur die Blutkomponente vergeben, die der*die jeweilige Patient*in gerade braucht.

Das Blut wird mittels Zentrifugation in seine Bestandteile aufgeteilt. So können verschiedene Präparate aus den roten Blutzellen (Erythrozyten), den Blutplättchen (Thrombozyten) und dem Plasma hergestellt werden. Am häufigsten werden die roten Blutzellen benötigt. Die generierten Blutprodukte werden an der UMG zum Beispiel für die schnelle Versorgung bei schweren Unfällen oder Operationen verwendet. Mit Ihrer Spende helfen Sie so mindestens zwei Menschen und können sogar Leben retten.

Darf ich parallel zur Vollblutspende auch Plasma spenden?

Ja, Sie dürfen während der Vollblutspende auch Plasma spenden. Nach einer Vollblutspende ist eine zweiwöchige Pause bis zur Plasmaspende nötig. Nach einer Plasmaspende können Sie nach 2 Tagen wieder Vollblut spenden.

Darf ich nach der Einnahme von Antibiotika Blut spenden?

Ja, 4 Wochen nach Einnahme der letzten Tablette darf Blut gespendet werden (unabhängig davon, ob eine oder mehrere Tabletten eingenommen wurden).

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